Mittwoch, 5. Mai 2021

#011 It Takes Two to Spanking

Fragte man kontaktsuchende Männer, die sich als aktiv, Top oder gar Dom bezeichnen, danach, wie sie sich ihre Spanking-Gespielin vorstellen, so könnte deren Antwort durchaus so ausfallen, wie sie eine Frau vermutete, die auf der Seite spanking-kontakte.de nach einem Spanking-Partner suchte: nicht älter als 25, aber natürlich 30 Jahre Spankingerfahrung, selbstverständlich schlank, Modelmaße inklusive. Einmal abgesehen davon, dass diese Wunschvorstellungen oft in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zu den ästhetischen Vorzügen derer stehen, die da auf der Pirsch sind, stellt sich die Frage, wie denn in der Vorstellung der suchenden passiven Frauen derjenige auszusehen hat, der die aktive Rolle einnimmt, damit die Passive ihn in dieser Rolle akzeptiert. Denn nicht nur für den Tango gilt, dass es auf beide ankommt.

Vor Jahren – na ja, es dürften eher Jahrzehnte sein, also ziemlich am Anfang meiner „Spanking-Kar­riere“ – stand ich einmal mit einer Frau in Kontakt, die in Schweden lebte, geschäftlich aber auch in Deutschland unterwegs war und deshalb ganz gut deutsch sprach und schrieb. Zustande gekom­men war der Kontakt – wie damals üblich - über eine Anzeige, und der Meinungsaustausch vollzog sich per Brief.

Im Verlauf dieser Korrespondenz gab sie in einem ihrer Briefe der Hoffnung Ausdruck, dass ich über die „Gewaltstrahlung“ verfüge, die sie gleichsam automatisch in ihre passive Rolle zwinge. Gemeint war natürlich „Gewaltausstrahlung“ oder besser gesagt „dominante Ausstrahlung“. Zur Probe aufs Exempel ist es dann aber nicht gekommen, weil unser Briefwechsel nach einiger Zeit ohne Angabe von Gründen endete. „Ghosting“ halt, nur, dass man es damals noch nicht so nannte.

Aus diesem Grund habe ich auch nie erfahren, was sie zu diesem Schritt bewogen hatte. Möglich, dass ihr das, was ich ihr schrieb oder wie ich es ihr schrieb, zu wenig Dominanz versprach. Und wer „null dominante Ausstrahlung“ hat, den trifft eben der Bannstrahl der Spankees. Er kann sich trollen! Ersatzweise landet dessen Korrespondenz eben in der Anlage P.

Aber was macht man(n), wenn einem die mangelnde Qualifikation für die aktive Rolle abgesprochen wird? Den Rohrstock an den Nagel hängen und sich umschulen lassen? Oder Schauspielunterricht nehmen, um etwas zu spielen, was man so gar nicht ist? Alles keine gangbaren Wege. Aber allen, die nicht so der kantige Alpha-Typ sind, dessen bloßes Erscheinen schon allen Spankees das Herz ins Höschen rutschen und das Blut in den Adern stocken lässt, spricht ausgerechnet Amelia Jane Rutherford Mut zu.

In einem Interview mit „Janus“ meinte sie: „Ich habe zwei Typen von Männern, von denen ich mir vorstelle, dass sie mich bestrafen. Der eine ist ein brutaler Gefängniswärter-Typ, dem es egal ist, wie ich reagiere und der mich trotzdem bestraft. Der andere, der vielleicht interessanter ist, ist der sanftere, vernünftigere Typ, dem es leid tut, dass er mich bestrafen muss, aber er tut es zu meinem Besten, hat sicher keine Freude daran und wird es einfach auf eine vernünftige, aber strenge Art und Weise durchführen. Ich glaube, das ist meine Lieblingsart von Dominanz.

Man könnte ihr zwar entgegnen, dass sie bei dem von ihr als „sanft“ und „vernünftig“ bezeichneten Typ zu edle Motive unterstellt, denn Freude, ja sogar Lust macht ihm das Bestrafen mit Sicherheit auch, aber immerhin macht sie klar, dass es bei der Dominanz ähnlich ist wie bei der Schönheit: Es kommt immer auf das Auge der Betrachterin an.

Mittwoch, 21. April 2021

#010 Wenn Kallipygos Fahrrad fährt

Dereinst warb die „Deutsche Verkehrswacht“ mit dem Slogan „Augen auf im Straßenverkehr“ für mehr Sicherheit auf der Straße. Natürlich sollte man als Verkehrsteilnehmer seine Augen schon offen halten, aber das ist nur eine notwendige, keineswegs auch eine hinreichende Bedingung, um unbehelligt durch den Straßenverkehr zu kommen. Es kommt ja immerhin noch darauf an, wo man hinguckt. Diese Erfahrung musste auch ein Berliner Taxifahrer machen, der an einer Rot anzeigenden Ampel gestoppt hatte, dann aber bei eben diesem Rotlicht etwas zu früh losgefahren war. Normalerweise passieren diese „Frühstarterverstöße“ dann, wenn man an einer roten Ampel steht und sich schon auf die die nächste oder/und übernächste Ampel konzentriert, die schon auf Grün geschaltet hat. Einige Gerichte zeigen sich in diesen Fällen gnädig und verzichten darauf, das in solchen Fällen übliche einmonatige Fahrverbot zu verhängen. Im Fall eines Berliner Taxifahrers kannte das Berliner Kammergericht aber keinen Pardon. Der Mann hatte seinen Rotlichtverstoß nämlich damit begründet, dass er „von dem Arsch einer Radfahrerin abgelenkt“ gewesen sei. Das dürfte noch nicht einmal eine der üblichen Ausreden, sondern die reine Wahrheit gewesen sein. So viel Wahrhaftigkeit hätte doch ein bisschen mehr Nachsicht verdient.


                                  Quelle: iStock

                 Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr?

Und wie es im Verkehrsrecht ja nicht unüblich ist, hätte das Hohe Gericht meiner Meinung auch noch prüfen müssen, ob und inwieweit der Radfahrerin eine Mitschuld an dem Vergehen des Taxifahrers anzulasten ist. Wenn ein Handy als ablenkend gilt, dann liegt hier ja wohl der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr vor. Oder?

Gefunden habe ich diese Meldung übrigens an einer Stelle, wo ich sie am wenigsten vermutet hätte: in einer Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“, einer Schwesterzeitschrift der zumindest in Deutschland bekannten Zeitschrift „Warentest“.

 

Dienstag, 6. April 2021

#009 Callipygian Butts (1)

 

                                                                                                                       Quelle: Clipdealer.com

     Step by step!

 

Mittwoch, 17. März 2021

#008 Reden ist Silber, Spanking ist Gold

Zugegeben, die Kommunikation zwischen Mann und Frau ist nicht immer ganz einfach, und natürlich sind daran wieder mal die Männer schuld, und zwar deshalb, weil sie nicht gern bzw. viel reden. Angeblich hänge das damit zusammen, dass Männer früher, also ganz früher, als Jäger unterwegs und dabei auf kurze präzise Informationen angewiesen waren, etwa dergestalt: „Wo sind die Wildschweine?“- „Unten am Fluss“ – „Wie viele?“ – „Zwei“ (Ende der Konversation). Und ehrlich, was gibt es da auch sonst noch zu sagen? Heute jagen wir mehrheitlich zwar keine Wildschweine mehr, aber was der Spezies damals das Überleben gesichert hat, kann auch heute nicht so völlig falsch sein. Was soll z.B. an der Aussage, „Wir sind heute Abend zum Essen eingeladen. Für 19 Uhr habe ich das Taxi bestellt“, miss- oder unverständlich sein? Jeder Mann, also fast jeder, wäre um 19 Uhr abmarschbereit. Bei Frauen muss man(n) schon sehr viel Glück haben, wenn dem auch so sein soll. Muss ich ihr wirklich noch sagen, dass sie schon zwei Stunden vorher mit ihren Vorbereitungen beginnen soll, daran denken soll, dass sie Zeit fürs Fönen der Haare, fürs Schminken usw. braucht, dass sie schon mal das Kleid und die Schuhe herauslegen soll, die sie am Abend anziehen will? Nein, das glaube ich nicht. Bei mir verfestigt sich eher der Eindruck, dass Frauen manchmal (?) auf den Ohren sitzen, und in diesem Fall ist Reden sowieso sinnlos. Kommunikation muss in so einem Fall trotzdem nicht scheitern, wie dieses Fallbeispiel eindrücklich beweist. Nur mit dem Dinner dürfte es nach diesem Meinungsaustausch nichts mehr werden. Der Dame ist bestenfalls ein Stehempfang oder –imbiss zuzumuten.

Montag, 1. März 2021

 #007 Spotlight (1): Agoodspankin´

Unter der Überschrift „Spotlight“ werde ich in lockerer Reihenfolge Personen, Ereignisse oder „Artefakte“ (z.B. Bücher, Filme) beleuchten, die es nach meiner Meinung wert sind, einmal besonders erwähnt zu werden, dies in der Hoffnung, dass auch andere darauf aufmerksam werden – wenn sie es nicht schon geworden sind. Den Anfang möchte ich mit „Agoodspankin´“machen.

„Nomen est omen“, könnte man da sagen, denn derjenige, der sich hinter dem Nick „Agoodspan­kin`“ verbirgt, versteht sich aufs Spanken. Seine Identität bleibt im Dunkeln. Auf den Videos, die er ins Netz stellt, präsentiert er sich nämlich immer „kopflos“. Das heißt, er weiß schon, was er tut, aber sein Gesicht ist nie zu sehen. Ansonsten weiß man nur, dass er in Florida (USA) beheimatet ist, dort ein Haus besitzt und (Stand 2021) so Anfang Fünfzig sein dürfte.

Er selbst sieht sich weder als „Disciplinarian“ noch „Dom“, sondern betrachtet sich als „Spanko“, der es einfach liebt, Frauen den Hintern zu versohlen, und das über die ganze Bandbreite von lustig-unbeschwert mit viel Massage zwischendurch bis hin zu ernstem, disziplinarisch eingefärbtem Spanking. Sein Interesse für Spanking entdeckte er bereits als Grundschüler, und mit 13 Jahren sei er dann erstmals auch zur Tat geschritten. Früh übt sich eben, was ein guter Spanker werden will. Erst sehr viel später, nämlich mit etwa 42 Jahren ist der auf die Idee gekommen bzw. auf selbige gebracht worden, seine Spanking-Sessions auch auf Video aufzunehmen und bei „Spankingtube“ zu veröffentlichen. Wie genau, das kann man in der ersten Folge seines Podcasts „Never Too Old for Agoodspankin“ nachhören. (Dem Podcast können auch diejenigen ganz gut folgen, die – wie ich - mit dem Englischen manchmal ein wenig fremdeln.) Wenn man ihn so erzählen hört, wie es dazu kam, kann ich nur mit großen Bedauern feststellen, dass ich offensichtlich immer – na, jedenfalls zu oft – zur falschen Zeit am falschen Ort war. Tja, das Leben ist eben eines der Härtesten!

Sein Spanking-Portfolio mit immerhin 88 Videos – Stand Februar 2021 – (Drei der Videos sind allerdings nur Teaser für seine Podcasts) kann sich in jeder Hinsicht sehen lassen. Bild- und Tonqualität sind exzellent. Und seine Gespielinnen, die er sich vor die Kamera holt bzw. die es vor selbige zieht, brauchen keinen Vergleich mit ihren professionellen Kolleginnen zu scheuen. Im Gegenteil. Für einen Jünger der Aphrodite Kallipygos sind sie eine Augenweide. Dem Sehvergnügen tut es auch keinen Abbruch, dass man ihre Gesichter nicht immer sehen kann. Das, was sie sonst sehen lassen, entschädigt dafür doppelt und dreifach. Besonders reizvoll finde ich, dass die Reaktionen seiner Spankees noch etwas Ursprüngliches haben, dem die Überformung durch Schauspielerei (noch) fehlt.

Was ich damit meine, wird besonders dort deutlich, wo sie ihr Gesicht dann doch zeigen. Die bereits erwähnte Amelia Jane Rutherford meinte einmal anlässlich der Verleihung eines Spanking Awards für den besten Gesichtsausdruck beim Spanking (Best Facial Expression During a Spanking“), dass sie eine Zeit lang gebraucht habe, in ihren Spanking-Videos das entsprechende Spankee-Gesicht aufzusetzen. Aber manchmal (?) ist es meiner Meinung nach einfach reizvoller, wenn Spankees jenseits aller schauspielerischen Ambitionen ihre ganz natürlichen Reaktionen zeigen, mögen die auch weniger expressiv oder gar unbeholfen wirken. Beispiele dafür finden sich in der „Videothek“ von „Agoodspankin´“, so beispielsweise in dem Clip „Stick that butt out“, auch wenn da niemand bewusst in die Kamera schaut, so dass man nur kurze Blicke erhascht.

Bleibt nur zu wünschen, dass der „Spanko ohne Gesicht“ weiterhin bei seinem Handwerk bleibt und wir uns an Proben seines Könnens erfreuen können. Und was die Damen angeht: Chapeau! Von euch hätte jede einen Spanking Award verdient.

Mittwoch, 17. Februar 2021

#006 The Beauty and the Cane (1): Amelia Jane Rutherford

Was Schönheit ist, liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, und da mag jeder seinen ganz persönlichen Eyecatcher favorisieren. Dass mich ein schöner Rücken entzücken kann, besonders der verlängerte, dürfte den nicht überraschen, der meinem Blog bis hierher gefolgt ist. Geht dieser „verlängerte Rücken“ dann auch noch ein Duett mit dem Rohrstock ein, ist mein Entzücken schon fast grenzenlos. Deshalb: The Beauty an the Cane! Ein paar der Damen, die es mir in diesem Zusammenhang ganz besonders angetan haben, möchte ich unter dieser Überschrift hier vorstellen. Den Anfang soll Amelia Jane Rutherford machen.

 

Dass Amelia Jane Rutherford mit ihren 1,85 m Körpergröße die Größte unter den Spanking-Darstellerinnen ist, glaubt man gern. 

 

Aber auch abgesehen davon ist sie eine herausragende Spanking-Actrice, die insbesondere ihre männlichen Bewunderer in Verzückung versetzt. Dabei war es ihr nicht in die Wiege gelegt worden, dass sie einmal gerade in diesem Metier reüssieren würde.

 

Zum Spanking kam das am 15. März 1977 (andere Quellen geben auch 1979 als Geburtsjahr an) als Joceline Brooke-Hamilton in England geborene Spanking-Model nämlich erst mit 23 Jahren, dabei stand ihr schon viel früher der Sinn nach Spanking. Bereits im Vorschulalter hörte sie gern Geschichten, die davon handelten, dass ihre fiktiven Altersgenossen etwas getan hatten, wofür sie eigentlich eine Strafe verdient gehabt hätten. Zu Jocelines Enttäuschung endeten solche Erzählungen aber in der Regel versöhnlich. 

 

Als sie dann selbst lesen konnte, interessierte sie die Geschichten von „Naughty Amelia Jane“ der britischen Kinderbuchautorin Enid Blyton. Besonders eine Geschichte, in der es um eine Puppe ging, die für etwas sehr Böses den Hintern versohlt bekam, fesselte Joceline. Und so nimmt es auch nicht wunder, dass jene Amelia Jane Rutherford zur Patin eines von Jocelines Künstlernamen wurde.

Nachdem aber ihre Kindheit und Jugend spankingfrei verlaufen war, befiel sie mit 18 so etwas wie Torschlusspanik, denn sie befürchtete, dass ihr als Erwachsene niemand mehr den Hintern versohlen wird. Eine unbegründete Befürchtung, wie wir heute wissen. Allerdings war es doch noch ein weiter Weg bis zu ihrem ersten Spanking-Erlebnis. Zunächst einmal hielt sie sich so ziemlich für die einzige Person, die sich für Spanking interessierte, ein Gefühl, das diejenigen nachvollziehen können, die in der Prä-Internetzeit ihr „Erweckungserlebnis“ hatten.

Mit 23 war Joceline dann endlich am Ziel. Ihrem Freund gegenüber, mit dem sie damals zusammenlebte und den sie schon mehrmals vergeblich provoziert hatte, um den Hintern voll zu bekommen, outete sie sich schließlich. Zu ihrer – man muss wohl annehmen – freudigen Überraschung gestand er ihr seinerseits, dass ihm diese Idee schon immer gefallen hatte, er das ihr gegenüber aber nie erkennen ließ, weil er befürchtete, sie könne nichts damit anfangen. Ein Anfang in Sachen Spanking war also gemacht. Aber erst nach dem Ende dieser Beziehung begann ihre Karriere als Spanking-Darstellerin.

Nun ist Spanking-Model kein Lehrberuf, auf den man während der Schulzeit möglicherweise im Berufswahlunterricht aufmerksam (gemacht) wird. Aber ihr Ballett-Training, das sie bis zum 18. Lebensjahr intensiv betrieb, und der anschließende Besuch einer Schauspielschule standen ihrer jetzigen Profession mit Sicherheit nicht im Weg.

 


Der Reiz, in Spanking-Filmen aufzutreten, liegt für Amelia Jane Rutherford in der Möglichkeit, ihre Fantasien sozusagen nach außen zu kehren, sie Wirklichkeit werden zu lassen, wobei für sie der Kick nicht so sehr im Spanking an sich liegt, sondern vielmehr in der Konstellation, in die das Spanking eingebettet ist, Konstellationen, in denen sie keine Kontrolle mehr über sich hat, in denen sie "höheren Mächten" ausgeliefert ist, seien dies nun Autoritäten oder aber Bösewichte. Die klassischen Schulszenarien, in denen sie als Schülerin von einer moralisch hochstehenden Person nicht aus sadistischen Motiven heraus bestraft wird, sondern weil es nur zu ihrem Besten ist, turnen sie an. Das gilt auf der anderen Seite aber auch für Szenarien, in denen sie beispielsweise in die Gewalt eines Wikingerkriegers geraten ist, der einfach die Macht hat, mit ihr zu machen, was ihm vorschwebt. Es dürfte die Vorliebe auch für so eine Konstellation sein, die ihr Faible für Bondage begründet, denn als Ariel Anderssen ist sie auch für die Bondage-Seite „Restrained Elegance“ ihres Ehemanns, des gelernten Physikers Dr. Hywel Phillips, tätig.

Was die bevorzugte Stellung und das favorisierte Instrument beim Spanking angeht, so mag sie es am liebsten, übers Knie gelegt und mit der Hand versohlt zu werden, falls man „Hand“ als Instrument betrachten will. Wenn sie meint, mit der Hand geschlagen zu werden, sei die intimste und persönlichste Art des Spanking, so wird man ihr kaum widersprechen können. Übers Knie gelegt möchte sie deshalb werden, weil sie es genießt, wenn der Top ihre Arme, mit denen sie bei solchen Gelegenheiten gern herumfuchtelt, packt und sie ihr auf den Rücken dreht, um ihr ungehindert den Hintern zu versohlen.

 

Ihr Verhältnis – wenn man das so nennen kann – zum Rohrstock ist ein zwiespältiges. Er ist das Instrument, vor dem sie wirklich Angst hat, und nachdem sie den Rohrstock zum ersten Mal zu spüren bekommen hatte, hasste sie ihn regelrecht. Aber bei ihr sei das eben kompliziert, sagt sie: Dinge, die sie hasst, kann sie anderseits auch sehr mögen – wie eben den Rohrstock.

Das Paddle findet sie ebenfalls furchteinflößend, aber bei diesem Instrument funktioniert die Dialektik von Angst und Lust nicht. Dazu ist ihr das Paddle einfach zu massiv. Wenn ihr ein Schlag mit diesem Instrument droht, befällt sie die Angst, ihr Becken könnte bei dem Einschlag des Paddles in zwei Teile zerspringen.

Wer Amelia Jane Rutherford in Aktion – eigentlich müsste es heißen: in Passion – sehen will, kann das bei „Firm Hand Spanking“, bei „Pandora Blake's Dreams of Spanking“ und auf vielen anderen Spanking-Seiten. Interessierte können sich einen ersten Eindruck von Jane Amelia Rutherford bei „Spankingtube“ verschaffen.

Anmerkung: Als Informationsquelle dienten mir Interviews, die Amelia Jane Rutherford der Spankingseite „Spankplace“, „Janus“ und der Webseite „Short and Sweet NYC“ gegeben hat. Die Bilder sind Szenefotos aus dem Videoclip „Ariel Judical Caning“, den Amerlia Jane Rutherford gemeinsam mit ihrem Mann im Rahmen einer Aktion britischer Fetisch- und Pornodarsteller und Produzenten entsprechender Publikationen gegen die Bestrebungen der britischen Regierung veröffentlichte, den freien Zugang zu Fetisch-Publikationen durch Altersverifizierungsmaßnahmen einzuschränken bzw. ihn quasi zu verbieten. Amelia Jane Rutherford und Hywel Phillips weisen zu Beginn des Videos auf diese Problematik hin. Zu sehen ist der Clip z.B. auf "Spankingtube". Dass sich Amelia Jane Rutherford hier als Ariel Anderssen hat damit zu tun, dass sie sich hier mit ihrem Ehemann präsentiert, mit dem sie zusammen die Bondage-Seite „Restrained Elegance" betreibt, auf der sie eben als Ariel Anderssen auftritt.

Mittwoch, 27. Januar 2021

#005 Die unerträgliche Stille des Raums – oder: Wenn man(n) nicht an sich halten kann...

Wie brüchig der zivilisatorische Fortschritt (siehe oben) ist, zeigt wieder einmal ein Vorfall vom Juni 2017.

Um die von ihm als unangenehm empfundene Stille im einem Zimmer einer Nürnberger Polizeidienststelle zu beenden – so seine Einlassung vor dem Amtsgericht -, versetzte den „Nürnberger Nachrichten“ zufolge ein Dienststellenleiter (56) einer 28-jährigen Kollegin, die sich gerade aus dem geöffneten Fenster des Büros gelehnt hatte, mit einem 30 cm langen Plastiklineal einen Schlag auf den Po, der wie ein Peitschenhieb klang. Ob die betroffene Polizistin und deren ebenfalls anwesende 49-jährige Kollegin ein Knalltrauma davongetragen haben, ist zwar nicht bekannt, wohl aber, dass der Dienststellenleiter wegen dieser „Ruhestörung“ von einer Richterin zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.500 € verurteilt worden ist. Dabei kam er noch glimpflich davon, denn die Staatsanwältin hatte eine Geldbuße in Höhe von 12.600 € gefordert. Wie heißt es doch: Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!

#011 It Takes Two to Spanking Fragte man kontaktsuchende Männer, die sich als aktiv, Top oder gar Dom bezeichnen, danach, wie sie sich...